Als ich klein war und meine Eltern eine bestimmte Art von klassischer Musik (Edvard Grieg zum Beispiel) gehört haben wurde ich immer so melancholisch und wehleidig, dass ich meistens anfing zu weinen. Gelegentlich, an manchen Tagen, in bestimmten Situationen, unter gegebenen Umständen kann Musik einfach so schön sein, dass sie mich so traurig werden lässt.
Imogen Heap hat zwar nicht geschafft mir die Tränen in die Augen zu treiben, aber traurig bin ich schon ein irgendwie. Irgendwie Schwermütig. Irgendwie ist das dann immer eine besondere Art von Trauer. Ich glaube am besten kann man sie vergleichen mit Sehnsucht.
Manchmal brauche ich ein bisschen Winter. Ein bisschen Kälte. Ein paar Schneeflocken auf der anderen Seite meines Fensters. Und heiße Schokolade in greifbarer Nähe.
Eigentlich nur in dieser Jahreszeit kann ich wirklich ich selbst sein. Wenn alles außerhalb meines Zimmers trist, weiß und eintönig ist... dann bin ich in mir kreativ. Ich kann auf einmal rational denken, leben und mich ausdrücken... ohne mich von Emotionen und Eindrücken beeinflussen zu lassen. Ein blankes Blatt Papier liegt vor mir auf dem Tisch und ich kann absolut ich selbst sein.