2009/02/24 - AND WHAT ABOUT MUSIC?

[1] Black Eyed Peas haben am Wochenende eine mehr oder weniger geile Single namens "Boom Boom Pow" rausgebracht. Ein paar geile Elemente sind drin... was mir z.B. gefällt ist das dauerhafte, undefinierbare Störgeräusch, was fast wie ein Loop auf ner 32stel Sekunde klingt. Außerdem errinnert mich das "let the beat rock" an Lil Waynes A Milli. Trotzdem... ein bisschen primitiv das alles... nicht zuletzt (mal wieder) wegen Auto-Tune... muss das denn sein? ...wenn man doch so gut singen kann... naja... Boom Boom halt.


[2] Nun zu erfreulicheren Dingen: Miike Snow hat sich Vampire Weekend mal etwas zu Herzen gehen lassen und einen richtig quirligen Mash-Up aus ihrem "The Kids Don't Stand A Chance" gemacht. Wem weder dieser Songtilel, noch die dazugehöre Band, noch der Begriff "Miike" etwas sagt, wird diese ganze Angelegenheit wahrscheinlich als "nicht so mein Ding" abstempeln und so schnell wie möglich zum nächsten Track skippen... vielleicht besser so^^


[3] Der da heißt: "Cobrastyle". Ursprünglich ein an und für sich schon ziemlich geiler Track... jetzt gecovert von Robyn. Und als wäre das noch nicht genug, macht RAC noch einen
Remix davon. Das ist wohl jedermanns Sache...

Teddybears - Cobrastyle


Robyn - Cobrastyle Cover

2009/02/18 - DISTORTED HIGH (PIXEL)RATED RESOLUTION

War ja klar dass ich früher oder später mal darauf zu sprechen komme: Eines der besten Lieder aus "808's & Heartbreak" was -wie jeder weiß - das aktuelle Scheibe des inzwischen mehr oder weniger berühmt berüchtigten Mr. West ist, heißt "Welcome To Heartbreak" und ist nicht nur in meiner fiktiven Top-100-Jahres-Chart-Liste ganz oben angesiedelt, sondern auch auf der Trackliste des beiliegenden Backcovers.

Ein Albumreview wird das hier nicht. Dafür hab ich das Thema schon zusehr in diversen Dialogen mit exzentrischen Gesprächspartnern durchgekaut, als dass ich jetzt den ganzen Brei in einem Monolog nochmal mir aus dem Mund
reiere leiere. Wie schon gesagt, kann man meiner Meinung nach die Einstellung zu bestimmter Musik oder Musikrichtungen im Nachhinein eh nicht sonderlich beeinflussen - besonders bei Exzentrikern, die sich immer im Recht glauben. Ich gehöre glaube ich auch zu dieser Kathegorie Mensch.

Wie dem auch sei... Wovon ich wirklich angetan war... trotz der mich umgebenden Umstände und Essensgegenstände, war das neue Musikvideo von obigen genanntem Titelstück, worüber ich nun doch trotz Zeitmangel und leerem Magen schreiben muss.

Man höre und staune... Sage und Schreibe... 4-ein-halb Minten war mein Amüsement-Faktor wieder voll ausgereizt, obwohl ich meinen Augen anfangs nicht trauen wollte, ähm, bezüglich dessen:



Ich muss zugeben: Es war teilweise schon unangenehm hinzusehen... andererseits fiel das Wegsehen auch schwer... wie das halt so ist, wenn ein depressiver Künstler auf Low-Fi so ein krasses Ding baut, was wohl wie ein gebrochener Mensch einfach nicht schön anzusehen ist. Anschaulich aber alle mal und jetzt auch mehr denn je. Naja... erst gestern wurde ES auf PMA veröffentlicht... weiß noch gar nicht ob es schon auf MTV oder dergleichen zu bewundern ist... ich gucke irgendwie nie Fernsehn. Zu unbrisant, plakativ und primitiv. Ich finde der Mensch hat Anpsruch auf Anspruchsvoll(er)es. Dementsprechend unansprechend finde ich es also in die Röhre zu gucken und am ende doch leer auszugehen. Folglich schnell herbei mit allerlei Wissenswertem...

Hier nun also ein paar allgemeine Begriffserkärungen:

[1] Mit 808 (eight-oh-eight) ist eine ziemlich beliebte Drum-Machine aus den 80ern gemeint, die auch in der heutigen Musikszene nichtmehr wegzudenken ist. Diese Maschine ist es, die dem zerplatzten Herz-Luftballon seinen signifikanten Klang verleiht und wieder ordentlich Luft einbläst.
[2] Früher oder später sollte man sich beim Hören dieses Albums (und denen von Konsorten wie z.B. Lil Wayne) mal gefragt haben, was es mit diesen komischen Elektro-Stimmen auf sich hat... nunja... ganz einfach ausgedrückt kann man sagen, dass es eine Tonhöhernkorrektur ist, die Leuten die gut darin sind zu rappen und Beats zu produzieren (so jmd. wie Kanye) eine weitere Fähigkeit verleit: Singen. Alles was man dafür braucht ist Auto-Tune und natürlich vieeeele Emotionen :-D
[3] Was sie sonst noch wissen sollten: Was den Kanye-Bären wohl dazu veranlasst hat seinen - alles andere als ausgelatschten - Werdegang hinter sich zu lassen und mal mit ganz sentimental zu werden, lag daran, dass er von seiner Geliebten verlassen wurde und seine Mutter starb.
[4] Die matten Farben am rechten linken Rand des Albumcovers stehen für die jeweiligen 11 Lieder, die sich auf der CD befinden, welche sich wiederum hinter dem Cover verbirgt.

Anbei der "obligatorische" Ohrwürm... falls man es noch nicht kennt, darf ich kurz vorstellen: Das Sky-High-Mixtape, was seit geraumer Zeit (ich glaube November 08) im Umlauf und am rutieren auf den 1210ern ist, wurde jetzt als kostenloser Download
hier hochgeladen. Produziert von The Kickdrums, A-Trak, Cookin Soul und Stretch Armstrong (der Typ der meine Schuhe designt hat) macht diese ultraviolette Erscheinung ihrem Namen alle ehre...

Kanye West, DJ Benzi & Plain Pat - Sky High

2009/02/18 - AMSEL, DROSSEL, FINK UND STAR

Live. Performance. Auf gute bis herausragende Bands müssen heutzutage - bei zunehmender Raukopiererei der Internetpiraterie-Gesellschaft GmbH - beide Begriffe passen. Wenn dann auch noch das Zusammenspiel dieser beiden Sachen stimmt, ergibt sich also folglich Liveperformance. Und niemand ist besser und konditionierter in diesem Etwas als Birdy Nam Nam. Wir bleiben also noch ein bisschen in Frankreich und knüpfen an das Thema Justice an...

Denn wenn Justice einen Track produziert, kann man sich eigentlich schon fast darauf verlassen, dass es mehr als hörbar ist. The Parachute Ending heißt das Teil und sorgt seit geraumer Zeit weltweit dafür, dass die Marke mit dem Vogel eine monoton steigende Bekanntheitsgrad-Steigerung erfährt.

Der erste Schritt wäre also getan... jetzt nurnoch die DMC World Team Championship gewinnen und eine Marathon-Tournee durchs Land starten, bei der man allen zeigen kann, dass man mit selbstgepressten Vinyls (auf denen meißt nich mehr als ein Ton zu hören ist), viel Tackt- und (im wahrsten Sinne des Wortes) Fingerspitzengefühl seine Zuschauer und -hörer zu mehr als nur einem Kopfnicken oder Fußwippen animieren kann.



Soviel also schonmal zur Liveperformance... ich denke mal das sollte beeindruckt und Eindruck hinterlassen haben. Der Aufmerksame Zuhörer hat anhand der vier Töne, die jeweils aus einem Turntable stammen, vor denen sich jeweils ein Körper befindet, bestimmt erahnt, dass es sich auch um eine vierköpfige Bande handeln muss. Wenn man diese Gruppierung wieder viertelt, erhält man folgende Namen: Crazy-B / DJ Pone / DJ Need / Little Mike.

Der Stil dieser ist nicht so einfach zu definieren.
Schallplattenspieler als Musikinstrumente zu benutzen klingt anfangs kurios und nicht umsetzbar... besonders bei vier Leuten die alles aufeinander abstimmen müssten. Und der Name lässt doch eh schon erahnen, dass dabei sowieso nur Vogelgezwitscher im Stadium der Brunftzeit rauskommen kann... hmmmm... nunja... nein. Irgendwie - so unglaublich dass auch scheint - schaffen sie es. Sogar live! Sogar improvisiert! Und neuerdings sogar mit Jazz! Das keiner der Vier Noten lesen kann stört dabei nicht und beweißt wieder mal nur, dass es nichts weiter braucht als Inspiration und Genialität.

Die Gebrauchsanleitung dafür findet man vielleicht auf ihrer neuen LP namens
Manual for Successful Rioting, welche gerade erst am 12.01.09 erschienen ist. Ich konnte leider noch keine Bekanntschaft damit schließen und dementsprechend nicht mehr als nichts dazu sagen... laut des Genres, was darauf hinweist, dass diesmal auch bzw. auch diesmal Jazz-Anteile enthalten sein sollen, lasst sich darauf schließen, dass die ganze Angelegenheit wohl noch genießbarer wird. Bon Appetit.

Birdy Nam Nam - Ready For War, Ready For Whut?


Birdy Nam Nam - Body, Mind, Spirit


Birdy Nam Nam - Too Much Skunk Tonight