2009/02/18 - AMSEL, DROSSEL, FINK UND STAR

Live. Performance. Auf gute bis herausragende Bands müssen heutzutage - bei zunehmender Raukopiererei der Internetpiraterie-Gesellschaft GmbH - beide Begriffe passen. Wenn dann auch noch das Zusammenspiel dieser beiden Sachen stimmt, ergibt sich also folglich Liveperformance. Und niemand ist besser und konditionierter in diesem Etwas als Birdy Nam Nam. Wir bleiben also noch ein bisschen in Frankreich und knüpfen an das Thema Justice an...

Denn wenn Justice einen Track produziert, kann man sich eigentlich schon fast darauf verlassen, dass es mehr als hörbar ist. The Parachute Ending heißt das Teil und sorgt seit geraumer Zeit weltweit dafür, dass die Marke mit dem Vogel eine monoton steigende Bekanntheitsgrad-Steigerung erfährt.

Der erste Schritt wäre also getan... jetzt nurnoch die DMC World Team Championship gewinnen und eine Marathon-Tournee durchs Land starten, bei der man allen zeigen kann, dass man mit selbstgepressten Vinyls (auf denen meißt nich mehr als ein Ton zu hören ist), viel Tackt- und (im wahrsten Sinne des Wortes) Fingerspitzengefühl seine Zuschauer und -hörer zu mehr als nur einem Kopfnicken oder Fußwippen animieren kann.



Soviel also schonmal zur Liveperformance... ich denke mal das sollte beeindruckt und Eindruck hinterlassen haben. Der Aufmerksame Zuhörer hat anhand der vier Töne, die jeweils aus einem Turntable stammen, vor denen sich jeweils ein Körper befindet, bestimmt erahnt, dass es sich auch um eine vierköpfige Bande handeln muss. Wenn man diese Gruppierung wieder viertelt, erhält man folgende Namen: Crazy-B / DJ Pone / DJ Need / Little Mike.

Der Stil dieser ist nicht so einfach zu definieren.
Schallplattenspieler als Musikinstrumente zu benutzen klingt anfangs kurios und nicht umsetzbar... besonders bei vier Leuten die alles aufeinander abstimmen müssten. Und der Name lässt doch eh schon erahnen, dass dabei sowieso nur Vogelgezwitscher im Stadium der Brunftzeit rauskommen kann... hmmmm... nunja... nein. Irgendwie - so unglaublich dass auch scheint - schaffen sie es. Sogar live! Sogar improvisiert! Und neuerdings sogar mit Jazz! Das keiner der Vier Noten lesen kann stört dabei nicht und beweißt wieder mal nur, dass es nichts weiter braucht als Inspiration und Genialität.

Die Gebrauchsanleitung dafür findet man vielleicht auf ihrer neuen LP namens
Manual for Successful Rioting, welche gerade erst am 12.01.09 erschienen ist. Ich konnte leider noch keine Bekanntschaft damit schließen und dementsprechend nicht mehr als nichts dazu sagen... laut des Genres, was darauf hinweist, dass diesmal auch bzw. auch diesmal Jazz-Anteile enthalten sein sollen, lasst sich darauf schließen, dass die ganze Angelegenheit wohl noch genießbarer wird. Bon Appetit.

Birdy Nam Nam - Ready For War, Ready For Whut?


Birdy Nam Nam - Body, Mind, Spirit


Birdy Nam Nam - Too Much Skunk Tonight